Niederlande


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Boot auf Gewässer in Alkmaar

Die Beziehungen zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen sind ausgezeichnet. Mit keinem anderen Staat verfügt Nordrhein-Westfalen über vergleichbar enge Beziehungen; diese erstrecken sich sowohl auf die Reichsregierung wie auch auf die Provinzen. Auch die Qualität der Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen einem Gliedstaat und einem Mitgliedstaat ist europaweit nirgends so eng wie zwischen Nordrhein-Westfalen und Niederlanden.

Die enge Bindung resultiert nicht nur aus der gemeinsamen Grenze und der in etwa identischen Größe (hinsichtlich Bevölkerung, Fläche und Bruttonationalprodukt) Nordrhein-Westfalens und der Niederlande, sondern auch daraus, dass auf beiden Seiten das Bewusstsein einer gemeinsamen und zusammengehörigen europäischen (Wirtschafts-) Region gewachsen ist. Die Beziehungen erstrecken sich auf zahlreiche gemeinsame Projekte, Vereinbarungen und Arbeitsstrukturen auf kommunaler, Bezirks- und Regierungsebene, auf den Wirtschafts- und Bildungssektor und sämtliche Politikfelder.

Zudem ist Nordrhein-Westfalen der mit Abstand wichtigste Wirtschaftspartner der Niederlande: Das Handelsvolumen war im Jahr 2009 mit 38,21 Milliarden Euro größer als das zwischen Nordrhein-Westfalen, den China, Japan und den USA zusammengenommen (37,54 Milliarden Euro). Gleichzeitig ist Nordrhein-Westfalen der größte deutsche Importeur niederländischer Produkte.

Nordrhein-Westfalen und die Niederlande arbeiten in zahlreichen gemeinsamen Gremien, Projekten und Kooperationen wirtschaftlich eng zusammen.

Den Rahmen für die Zusammenarbeit in Wissenschaft, Forschung, Technologie und Innovation steckt die gemeinsame Erklärung der Wirtschafts- und Innovationsministerien beider Länder vom 17. April 2008 ab. Begleitet werden diese Aktivitäten von einer bilateralen Task Force, die sich regelmäßig trifft. Im Mittelpunkt der aktuellen Beratungen stehen die Clusterstrategien, die in beiden Ländern existieren.

Ein weiteres übergeordnetes Ziel der bilateralen Zusammenarbeit ist die verkehrstechnische, infrastrukturelle und raumordnerische Vernetzung und Abstimmung der beiden Länder, welche den gemeinsamen Wirtschaftsraum qualitativ sichern und ausbauen soll.

In den Bereichen Arbeit, Soziales und Gesundheit stehen der fachpolitische Austausch und die projektorientierte Zusammenarbeit im Vordergrund. Am 31.3.2010 wurde ein gemeinsames deutsch-niederländisches Internet-Portal für Grenzpendler eröffnet.

Auch auf kulturellem Gebiet gibt es sehr enge Verbindungen zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium intensiviert seit geraumer Zeit die Kontakte zu seinem niederländischen Pendant. So vereinbarten die beiden Innenminister weitere Verbesserungen beim Katastrophenschutz und der polizeilichen Zusammenarbeit. Gemeinsame Feuerwehr-Übungen, Aus- und Fortbildungsprojekte der Polizei und des Katastrophenschutzes sowie kürzere Kommunikationswege helfen, grenzüberschreitende Einsatzlagen besser zu bewältigen.

In den Bereichen Landwirtschaft, Verbraucherschutz sowie Naturschutz finden intensive Informations- und Erfahrungsaustausche mit Behörden der niederländischen Zentralregierungsebene statt.

Zu guten nachbarschaftlichen Beziehungen gehört es auch, an wichtigen Ereignissen des jeweils Anderen teilzunehmen. Daher haben sich die Niederlande mit einem Beitrag an der Kulturhauptstadt RUHR.2010 beteiligt, während sich Nordrhein-Westfalen mit einem Pavillon auf der Weltgartenaustellung Floriade 2012 in Venlo präsentieren wird.

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