UN-Standort Bonn
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Der Wandel der Stadt Bonn von der Bundeshauptstadt zur deutschen Hauptstadt der Internationalen Zusammenarbeit ist ein Erfolg, der seinesgleichen sucht. Neben den weit mehr als 150 Nichtregierungsorganisationen (NROs), haben auch die Vereinten Nationen ihre einzige deutsche Niederlassung in der nordrhein-westfälischen Stadt. Dies unterstreicht den Anspruch des Landes und der Stadt, Bonn als Herzkammer der Nord-Süd Beziehungen zu etablieren. Aktuell sind in Bonn eine Vielzahl von UN-Organisationen, darunter solche von herausragender Bedeutsamkeit wie das UN-Klimasekretariat und das Wüstensekretariat mit insgesamt mehr als 750 Mitarbeitern, angesiedelt. Auch der Blick in die Zukunft des UN-Standortes stimmt optimistisch, wird doch alleine das Klimasekretariat auf wohl bald 600 Mitarbeiter anwachsen.
Ein weiteres wichtiges Element der internationalen Strategie ist das Bonn Sustainability Portal. Dieses Online-Portal bündelt die Kompetenzen der ansässigen Organisationen und versucht, Antworten auf die drängendsten Zukunftsfragen zu geben. Hierzu haben sich elf in Bonn niedergelassene Forschungseinrichtungen und Denkfabriken zusammengeschlossen und veröffentlichen Untersuchungsergebnisse, Stellungnahmen und Hinweise zu Veranstaltungen aus dem Bereich der Internationalen Zusammenarbeit und der Entwicklungspolitik.
Das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund und die Europäische Union fördern auch mit großem Engagement das Wachstum der Stadt Bonn im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Dies geschieht vor allem durch das 2008 ins Leben gerufene Projekt „UNO Stadt Bonn als Cluster von internationalen Einrichtungen und Kompetenzzentrum des internationalen Dialogs für Entwicklung, Friedens- und Integrationspoltik sowie globale Zukunftsthemen“, welches mit Hilfe von Mitteln des Landes in Höhe von rund sieben Mio. Euro und der EU realisiert wird. Ziel der Förderung sind u. a. die Gründung und Ansiedlung neuer Unternehmen, die Sicherung bestehender Arbeitsplätze, die Expansion bereits vorhandener Unternehmen und die Ansiedlung internationaler Einrichtungen.
Bonn ist heute auch international ein äußerst wichtiger Konferenzstandort. Hier fanden u. a. in den Jahren 1999 und 2001 die Klimakonferenzen, 2003 und 2006 die Konferenz zur Frühwarnung vor Naturkatastrophen und 2008 die 9. Vertragsstaatenkonferenz zur Biodiversität der Vereinten Nationen statt. Letztere war mit 5.000 Delegierten die bislang größte Konferenz der UN in Bonn. Auch mit der Durchführung der zwei Bonner Konferenzen für Entwicklungspolitik (www.bonner-konferenz.de) in den Jahren 2007 und 2009 mit jeweils ca. 700 Teilnehmern, darunter auch die damalige Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, und der damalige Bundespräsident Horst Köhler, ist es der Landesregierung gelungen, die internationale Strahlkraft der Bundesstadt Bonn noch zu vergrößern.
Zukünftig gilt es, die bereits heute schon in der Bundesstadt Bonn vorhandenen Kompetenzen zu pflegen und weiter auszubauen, denn diese einmalige geographische Konzentration der Akteure der Entwicklungszusammenarbeit bietet eine unschätzbar große Chance zur Entwicklung nachhaltig erfolgreicher Strategien im Kampf gegen Armut und Unterentwicklung.
www.bonn.de/wirtschaft_wissenschaft_internationales/bonn_international/index.html
http://bonnsustainabilityportal.de/