Ausstellungseröffnung „new talents – biennale cologne“

Am Montagabend, den 2. Juli 2012, eröffnete Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW, die Ausstellung „new talents – biennale cologne“ mit Arbeiten von Teilnehmern der 3. Kölner Kunstbiennale in der LV NRW.

Zum Auftakt spielte das Ensemble gRoBA dirigiert von Rodrigo López Klingenfuss moderne Musik, die zum „Hören mit den Augen“ einlud: Von der singenden Säge bis zum Scratching reichten die ungewöhnlichen Instrumente, aber auch eine klassische Instrumentierung u.a. mit Laute, Kontrabass, Posaune, E-Bass und Schlagzeug sowie nicht zuletzt der menschlichen Stimme waren bei dieser „neutönenden“ Komposition vertreten.

Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, eröffnete die Ausstellung vor mehr als 270 Gästen. Kunst und Kultur seien Motor der Entwicklung im Land NRW, das mehr Sammlungen und Museen, Opern- und Konzertsäle und Theater beherberge als vergleichbare Regionen. Die herausragenden Kunsthochschulen in Düsseldorf, Köln und Münster sorgten dafür, dass dieser Reichtum immer wieder durch junge talentierte Künstlerinnen und Künstler ergänzt und erneuert wird.

Bereits im Mai 2012 präsentierte „new talents – biennale cologne“ Arbeiten von mehr als 50 Absolventen von nordrhein-westfälischen Kunsthochschulen der Sparten Kunst/Medien, Film, Musik/Tanz, auch Design im Kölner Kulturquartier. Elf von diesen werden nun in Berlin vorgestellt – kuratiert vom Direktor der Biennale, Jochen Heufelder, und der Ko-Kuratorin Anne Mager. Beiden dankte die Ministerin für eine repräsentative Präsenz der Kölner Kunstbiennale in der Landesvertretung. Sie erinnerte daran, mit welcher Begeisterung kunstinteressierte Prominente wie z.B. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans, der Direktor des Kolumba-Museums, Dr. Stefan Kraus, und der Geschäftsführer der IHK Köln, Dr. Ulrich Soénius, als „Kulturpaten“ von der Kölner Ausstellung waren. Dr. Angelica Schwall-Düren begrüßte die jungen Künstlerinnen und Künstler sowie das gRoBa-Ensemble, darüber hinaus auch Flora Hitzing und Andreas Breunig, die in den Außenvitrinen der Landesvertretung im Rahmen des Projekts „Unpaarig“ ausstellen. Eine lebendige Kunstszene sei auch ein Garant für eine offene Gesellschaft, schloss Frau Dr. Schwall-Düren und wünschte allen Anwesenden Anregungen auf hohem Niveau, Austausch und ästhetisches Vergnügen.

In einer Gesprächsrunde mit Dr. Ursula Sinnreich, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW, Gerhard R. Baum, Sprecher des Kulturrats NRW, Dr. Ulrich Soénius von der IHK Köln, und Jochen Heufelder wurden die Möglichkeiten zur Förderung junger Talente erörtert. In der von Jürgen Keimer, Kulturjournalist aus Köln, moderierten Runde, schilderte Baum die – nicht nur finanziellen - Probleme am Beispiel der Kölner Kulturinitiative „Fuhrwerkswaage Kunstraum“. Frau Dr. Sinnreich beschrieb, wie die Kunststiftung NRW unbürokratisch auf der Basis von Lottomitteln Kunst- und Künstlerförderung betreibt. Dabei wolle man „über Förderprogramme der Kunststiftung Freiräume schaffen und in künstlerische Wagnisse investieren“. Für Dr. Ulrich Soénius öffnet die Kultur Menschen auch für kreative Wege und Ideen in anderen Bereichen. Obendrein spiele die Kulturwirtschaft in NRW eine bedeutende Rolle. Deshalb sei die Fortführung des Kulturclusters „creative NRW“ durch die Landesregierung NRW gut und wichtig. Gerhard R. Baum wehrte sich gegen jeden Minderwertigkeitskomplex der nordrhein-westfälischen Kulturszene gegenüber der Hauptstadt Berlin. Dr. Ulrich Soénius konstatierte in diesem Zusammenhang eine gewisse „Rückkehr-Bewegung“ von Künstlern und Galeristen, wobei sich v.a. das Rheinland kulturell zunehmend zwischen Brüssel, Paris und Berlin positioniere. Anders als noch vor 10-15 Jahren bleiben Absolventen der NRW-Kunsthochschulen wieder verstärkt im Land, so Jochen Heufelder.

Im Anschluss an die Diskussion boten die Kuratoren Jochen Heufelder und Anne Mager Führungen durch die Ausstellung an. gRoBA faszinierte mit einem weiteren fulminanten Auftritt. Die Zuhörerinnen und Zuhörer waren begeistert. Ministerin Dr. Schwall-Düren dankte für die „wunderbar beschwingte Musik“ und viele nutzten bei einem Glas Wein die Gelegenheit zum Austausch mit den Künstlern.

new talents - biennale cologne